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800 Babyleichen im Namen der Kirche


Frank Stohl
@frankstohl
800 Babyleichen im Namen der Kirche

Irland steht nach dem Fund von 800 Babyleichen in Tuam unter Schock: Babys waren für die Nonnen Abfall. Erst wurden unverheiratete Frauen schwanger zur Randgruppe und die Kinder zum Opfer:

Dort landeten unverheiratete Frauen, die wegen einer Schwangerschaft aus der konservativ-religiösen Gesellschaft ausgestoßen worden waren. Die Kinder sollen in dem Heim, das als „The Home“ bekannt war, ohne Hilfe von Ärzten und Hebammen zur Welt gekommen und danach grob vernachlässigt worden sein. Viele starben offenbar an Unterernährung und heilbaren Krankheiten. Statt sie zu bestatten und an ihre Namen und Lebenszeiten zu erinnern, wurden sie von den Nonnen in einem nahegelegenen Abwassertank verstaut.

Alles unter dem Deckmantel, wir meinen es doch nur gut. Abgesehen davon können die Nonnen ja alles böse weg beichten, von daher alles okay.

Der Skandal fördert nicht nur die Abgründe der staatlichen, meist katholischen „Fürsorge-Einrichtungen“ zutage, sondern eine über lange Zeit dominante Kultur des Vergessens und Verdrängens.

Man will ja auch in den Himmel, und wenn man selber verdrängt, bekommt es der imaginäre Freund auch nicht mit. Hoffentlich schaut keiner bei unseren katholischen „Fürsorge-Einrichtungen“ nun genauer nach.

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