Die Mülltrennung wird zum Jahresende wegen EU und so geändert: Mülltrennung in Deutschland – Die gelbe Revolution. Gute Idee, zumal die meisten Menschen in Deutschland nicht mal wissen, was in den gelben Sack gehört:
Viele werfen einfach alle Arten von Plastik, Verbundstoffen und Metallen hinein. Die gelbe Tonne ist aber nur für Verpackungen, deren Hersteller beim DSD angemeldet sind und bezahlt haben. Das kann eine Shampoo-Flasche aus Plastik sein – aber auch eine Schnapsflasche aus Steingut.
Wenn ein Hersteller sein Produkt bei Duales System Deutschland angemeldet und bezahlt hat, dann darf er den grünen Punkt drauf kleben und die Umverpackung sollte dem gelben Sack zugeführt werden – es sei denn, man gönnt DSD einen Sortierschlupf (ähnlich Pfandschlupf).
Aber schon im nächsten Abschnitt verunsichert der Journalist von Spiegel-Online den Leser:
Auch auf den grünen Punkt ist kein Verlass. Der kleine grüne Pfeil auf Joghurtbechern und anderen Verpackungen gibt lediglich an, dass der Hersteller Geld für die Entsorgung bezahlt hat. Auch Verpackungen aus Glas, die in den Glascontainer gehören, oder Pappverpackungen, die ins Altpapier müssen, tragen den Grünen Punkt.
Das ist doch völlig egal, ob da Glas in den gelben Sack wandert – DSD sortiert den Müll ja. Dafür ist das Produkt ja teurer, weil der Hersteller die Entsorgung auf den Preis umlegt. Wer also ein Glas mit grünem Punkt zum Glascontainer fährt, der erzeugt unnötiges CO2 und DSD hat nix zu sortieren. Der Umwelt hilft es dann erst mal gar nicht.
In Anbetracht, dass nach 20 Jahren die meisten Menschen es nicht kapiert haben bzw. eine komplett falsche Meinung zum gelben Sack haben, sollte man es durchaus lassen. Wieso kippt nicht jeder alles in eine Tonne und da eh sortiert werden muss, sollten es halt kompetente Menschen oder Systeme tun. Der Gedanke vom Outsourcen der Sortierung war nett, aber leider hat es nicht funktioniert.