Managergehälter deckeln

Die SPD will die steuerliche Abschreibbarkeit von Managergehältern bei 500.000 Euro deckeln: Gesetzentwurf – SPD will Managergehälter deckeln. Das ist aber eine zaghafte Regulierung der größten Schmarotzer der Gesellschaft.

Frage: wer ist ein größerer Dieb: der der 3,5 Euro klaut oder der der jeden Monat 100.000 Euro klaut? Also die Gesellschaft legt das Augenmerk derzeit auf die 3,50 Euro – die sind klar und fassbar.

Google veröffentlicht Windows-Zeroday-Lücke

Google hat eine Windows-Lücke offengelegt, für die Microsoft keinen Patch hat: Google veröffentlicht erneut Windows-Zeroday-Lücke. Das ist nicht nett.

Mittels eines Speicherverarbeitungsfehlers beim Öffnen von Windows Metafiles können Angreifer an Speicher kommen, auf den sie keinen Zugriff haben dürften.

Aber hat Google nicht vorher Microsoft gewarnt?

Die Lücke wurde Googles Richtlinien zufolge 90 Tage nach Bekanntgabe gegenüber Microsoft veröffentlicht.

Oh, dann wird die Lücke wohl noch bei Microsoft in der Post sein.

Das Internet wird immer mehr mobil betrachtet

In einigen Anwendungsbereichen liegt der Anteil der mobilen Nutzung sogar bei rund 60 Prozent: Jeder Dritte surft am liebsten mit dem Smartphone. Ach, wie kommt es nur.

Sagen wir, das war abzusehen. In anderen Länder ist der Anteil der Smartphones noch höher. In Afrika kamen die Menschen erst zu einem eigenen Computer durch das Smartphone.

Vorratsdatenspeicherung vorerst nicht für Messenger

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat sich mit seiner Forderung vom August gegenüber anderen Ressorts zunächst nicht durchsetzen können: Vorratsdatenspeicherung vorerst nicht für Messenger wie WhatsApp. Okay, ihm wäre es wohl egal wenn es peinlich enden würde, aber dem Ressorts wohl nicht.

Denn was würden die nach einem netten Brief an Facebook USA noch ausrichten können? Trump anrufen? Pffff…

CDU und die Abspaltung der Armen

Keine „Denkverbote“ solle es geben, heißt es über die Verhandlungen der Euro-Finanzminister zu Griechenland: Unions-Politiker bringen Grexit ins Spiel. Hauptsache dem eigenen Ego geht es gut. Alles was nicht bezahlt muss raus, am Ende auch der Deutsche? Nein, der natürlich nicht, um dessen Ego geht es ja – das will genährt und gepflegt werden. Aber der Rest soll schauen wo er bleibt, Hauptsache nicht hier.

Neuseeland darf Kim Dotcom ausliefern

Der deutsche Internetunternehmer Kim Dotcom darf nach neuseeländischem Gericht in die USA ausgeliefert werden: Kim Dotcom darf ausgeliefert werden. Das sind mal für Kim Schmitz aka Kimble aka Kim Dotcom keine gute Nachrichten.

Flüchtlingsamt als Smartphone-Schnüffler

Flüchtlinge mit unklarer Identität könnte künftig zur Herausgabe ihres Handys gezwungen werden: Flüchtlingsamt soll Handys von Asylbewerbern auslesen dürfen – um festzustellen, nicht arabisch zu können?

Abgesehen davon reißt man unnötig die Privatsphäre der Hilfesuchenden ein, um an zweifelhafte Informationen zu kommen.

Politik via Verhaltensvorhersage?

Eine Studie aus Oxford entwirft die Soziologie einer Ära, in der Roboter mit gescannten Gehirnen die Weltwirtschaft bestimmen: Die Regierung der gescannten Hirne. Aber warum Gehirne scannen, wenn man doch mit Datensammlung die Funktionsweise der Gehirne errechnen kann?

Aber eine nette Idee mit Verhaltenswahrscheinlichkeiten Politik und Wirtschaft vorherzusagen bzw. dessen Auswirkungen zu berechnen. Dann hätte die Politik neben dem Verfassungsgericht noch eine Kontrollinstanz, den Computer.

Neuer Malaria Impfstoff

Tübinger Forschern ist es jetzt gelungen, einen neuen Impfstoff zu entwickeln: 100 Prozent Schutz gegen Malaria. Das ist doch mal eine gute Nachricht.

Im nächsten Schritt soll der neue Impfstoff, der sich auch als gut verträglich erwies, in Gabun über mehrere Jahre auf Wirksamkeit getestet werden.

Vor allem soll der Impfstoff sehr verträglich sein – eine sehr gute Idee.

Hartz-IV-Empfänger mit Sanktionen

Die Jobcenter verhängen wieder mehr Sanktionen gegen Hartz-IV-Bezieher: Mehr Hartz-IV-Empfänger werden bestraft. Wie kann man am Existenzminimum Lebend noch gekürzt werden?

Demnach waren 2016 durch Entscheidungen der Jobcenter im Durchschnitt monatlich 134.390 Bezieher von Hartz IV mit Sanktionen belegt, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf die Bundesregierung berichten

Aber man kann dagegen angehen.

Von 50.805 Widersprüchen wurde 18.667 ganz oder teilweise stattgegeben, was einer Erfolgsquote von 37 Prozent entspricht, wie die Zeitungen schreiben.

Wenn der Staat nur am anderen Ende der Reichtumsskala genauso gegen vorgehen würde. Da wäre auch viel mehr zu holen und keiner müsste hungern.

Was erwartet eigentlich ein Beamter, wenn er einem HartzIV-Empfänger weniger gibt, als er zum Leben braucht?

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