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Fukushima Daiichi – die Technik und ein veralteter Plan.


Frank Stohl
@frankstohl
Fukushima Daiichi – die Technik und...

Am 11. März 2011 löste ein Tsunami im japanischen Atomkraftwerk Fukushima Daiichi eine Kernschmelze aus – und die Technik reagierte wie geplant: Die Technik tat genau, was sie sollte. Kurz gesagt: der Plan war scheiße.

Die Technik stammte aus den USA und erfüllte damit die US-Sicherheitsvorgaben, die im Laufe der 1960er Jahre entwickelt worden waren.

Leider wurde seit dem nichts daran verbessert. Katastrophenpläne aktuell zu halten kosten nur viel Geld, das fehlt dann bei den Gewinne der Banker – geht gar nicht. Ein kaputtes Atomkraftwerk allerdings kostet noch viel mehr, zahlt aber der Staat.

Solange Firmen und reiche Menschen für nichts haften müssen, geht das nicht gut aus. Ich bin weiterhin dafür das obere Ende der Gesellschaft genauso zu gängeln wie das untere Ende. Wem es nicht passt: es wird keiner gezwungen reich zu sein. Außerdem ist die Erde rund und hat per Natur keine Grenzen.

Was die Bergung des offenen Plutoniums bei Fukushima angeht: bis jetzt ist jeder ferngesteuerte Roboter vor dem Schaden kaputt gegangen. Es ist also noch immer unbekannt, wie es in der Ruine aussieht, geschweige denn, es ist irgendwas sicher.

Bei Tschernobyl gibt es hingegen neue Fortschritte, man kann sich bald mit dem Abbau des seit knapp 30 Jahren offen liegenden Plutonium annehmen und es… ja was macht man damit? Vergraben?

Deutschland hat für Atomabfälle noch immer keine Endlagerung um 200.000 Jahre zu überbrücken.

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