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Vorratsdatenspeicherung und Scoring von Menschen


Frank Stohl
@frankstohl
Vorratsdatenspeicherung und Scoring von...

Da haben wir nun die glorreiche Vorratsdatenspeicherung und siehe da, was mal da ist, weckt Begehrlichkeiten: „Vorratsdatenspeicherung – CDU will Daten für Geheimdienste freigeben“ und „CSU-Justizminister fordert Ausweitung der Vorratsdatenspeicherung auf soziale Medien„. Aber warum ausweiten, wenn es doch nicht mehr bringt? Egal. Viele Daten zu haben ist immer gut, es verhindert keine Straftaten und rettet keine Leben, aber viele Daten zu haben ist gut.

Aber wir können ja noch einen Schritt weiter gehen: Prognose-Software für die Polizei – Durchleuchtung und Scoring von Menschen. Das kennen wir schon von den Banken.

Denn anhand der vielen Daten der tollen Vorratsdatenspeicherung können wir Profile von Menschen machen, und diese Profile können wir vergleichen. Der Plan: Menschen verhaften, bevor sie die Tat begehen würden. Das ist eine verdammt praktische Sache und hilft dann auf jeden Fall, denn jeder macht nun, was das System will – wer nicht mitmacht, der hat seine Daten gegen sich.

Wer nun denkt, er habe nichts zu verbergen: nun, nehmen wir Bischof Walter Mixa, der hat in den 1970er Jahre kleine ungezogene Chorknaben geschlagen, was damals nicht so das Problem war. Allerdings war es 2010 nicht mehr okay und dann stolperte er darüber. Wer also sagt, er habe nichts zu verbergen, der beachtet bestimmt bereits heute die gesellschaftlichen Normen der Zukunft, oder?

Dazu die passende Frage: woran merkt man, dass mit der Überwachung übertrieben wird? Wenn der Nachbar auf einmal fehlt und nie wieder auftaucht.

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