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Die Sache mit dem Wahlrecht und Di Lorenzo


Frank Stohl
@frankstohl
Die Sache mit dem Wahlrecht und Di Lorenzo

Unser Rechtssystem ist so etwas von kaputt: Verfahren eingestellt – Di Lorenzo zahlt Geldstrafe. Wenn der Chefredaktuer einer Wochenzeitung mit Schwerpunkt Politik, über die Grundlagen der Demokratie in der EU nicht bescheid weis, kommt mit Geldstrafe raus. Zumindest bei seinem Bildungsstand sollte er den Umstand des Wahlrechtes kennen. Auch hatte die Wochenzeitung „Die Zeit“ vor der Wahl über das Wahlrecht aufgeklärt – er scheint nicht mal sein Produkt zu kennen.

„Mir war nicht bewusst, dass man bei der Europawahl nicht in zwei Ländern abstimmen darf. Hätte ich es gewusst, hätte ich es nicht getan und natürlich auch nicht in der Sendung von Günther Jauch erzählt.“

Aus diesem Grund lese ich nicht „Die Zeit“. Da arbeiten Menschen, die von dem was sie tun, keine Ahnung haben.

Giovanni di Lorenzo hat nach seiner doppelten Stimmabgabe bei der Europawahl inzwischen eine Geldstrafe zugestimmt. Damit kann das Verfahren gegen den Chefredakteur der Wochenzeitung „Die Zeit“ nun eingestellt werden.

Eine Geldstrafe, die ihn nicht juckt, weil er zu viel Geld hat. Man muss also im vermeidlichen Rechtsstaat Deutschland nur Strafe erleiden, wenn man nicht genügend Geldreserverven hat. Tja, so scheint es zu sein in einer Leistungsgesellschaft. Ab 100.000 Euro Netto im Jahr ist man aus der gröbsten Nummer wohl raus. Alle sind gleich, nur wer Geld hat ist etwas anders.

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