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Wie Springer „Journalisten“ ein privates Video veröffentlichen


Frank Stohl
@frankstohl
Wie Springer „Journalisten“ ein...

Es drehen Polizistinnen ein Video für den privaten Gebrauch, ein Springer-Journalist veröffentlicht das Video ohne zu Fragen: Wie ein privates Video fast ohne Zutun von Journalisten „an die Öffentlichkeit kam“. Grandios. Wie die Journalisten etwas illegales tun, um am Ende beleidigt zu sein, wenn jemand auf sein Recht pocht – auch wenn das Video so toll war. Also so richtig gut.

Nimm einem Journalisten ein Recht weg und er jammert Wochenlang – ein normaler Mensch muss es der Story zu liebe wohl ertragen.

Ah ja, je grandioser ein Video oder Situation, desto weniger Rechte haben wohl die Protagonisten die darin vorkommen. Ich würde sagen, diese Einstellung erklärt vieles im Hause Springer. Es geht um Story und Geld, nicht um Menschen – die sind nur der Mittel zum Zweck.

Um dann noch rechtlich die Sache möglichst komplex zu gestalten wird veröffentlicht, verlinkt und gelöscht. Irgendwie hat keiner so richtig was damit zu tun – was soll man da nur machen. Das Video ist dennoch öffentlich. Denn die Annahme, dass ein Video verschwindet, wenn es der Veröffentlicher löscht, sagt nochmals viel über Journalisten aus. Wäre der Journalist an dieser Stelle jedoch kompetent in Sachen Internet, wäre es kalkuliert und eine sehr ekelhaft Situation. Aber das ist dann wohl auch schon wieder eine Story…

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