Dass selbst eine Gewerkschaft wie die IG Metall jetzt flexiblere Arbeitszeiten fordert, zeigt, dass die ewige Vollzeitbeschäftigung ein Ende hat: 28 Stunden Arbeit sind genug. Tja, Arbeit macht frei ist schön und gut, wenn die Arbeit nicht ausgeht. Nein, die Arbeit geht nie aus, wenn Arbeit ausgeht, dann eine Arbeit von der eine Familie leben kann.

Vor allem aber sollen die vier Millionen Beschäftigten der Branche ihre Arbeitszeit befristet auf 28 Stunden verringern – und später wieder erhöhen können. Das trifft den Nerv einer Gesellschaft, die sich davon verabschiedet, dass Väter im Beruf aufgehen und Mütter auf B-Jobs ohne Aussicht auf Karriere und anständige Rente reduziert werden.

Nun, die Industrie wird dagegen sein. Denn der Kapitalismus investiert ungern in die Zukunft, da schöpft man lieber jetzt Gewinne ab bis nichts mehr geht und lässt die Gesellschaft später mit dem Problem alleine.