Online-Überwachung & Co. – Wie erreichen wir die Bürger?
Bei Mario von blariog.net ist ein Blog-Karneval mit dem Thema: Online-Überwachung & Co. – Wie erreichen wir die Bürger? gestartet. Nun, das Thema ist schwierig. Denn noch gibt es keine eklatante Verstöße gegen die Zukünftige Datensammelwut. Die meisten Bürger schreien ja erst auf, wenn es sie mal so richtig getroffen hat. Wobei dann die Datenbanken schon da sind, und zu dieser Zeit höchstens ein Schrei nach mehr Sicherheit ertönt.
Wenn die Neugierigkeit des Staates bereits installiert ist, werden wir diese genau zügig wieder los wie den Solidaritätszuschlag – nämlich nie. Es ist also handeln angesagt bei den Menschen, die verstehen, was da überhaupt passiert.
Vielleicht sollte man eine Initiative gründen, die aus Freiwilligen besteht, die sich in Polizeiuniform werfen und so sich einen Tag bei einer Person oder Familie aufhält. Als visuelle Erinnerung der vorhandenen Überwachung. Es wird also alles beobachtet und notiert – natürlich nur das, was der Innenschäuble zur Zeit so vor hat. Da würde es so manch einem unangenehm werden, wenn er mitbekommen würde, was der nette vermeidliche Staatsdiener da so notieren würde…
- jeder Mobiltelefonnummer ob ausgehend oder eingehend mit Ort
- jede Telefonnummer mit dem Festnetz
- jede besuchte Internetseite (bewusst, oder unbewusst)
- jede eMail-Adresse, an die geschrieben oder empfangen wird
Wer die zukunftsnahe Überwachung will, der nimmt noch:
- jede Mautbrückendurchquerung
- jeden Inhalt einer eMail
- Erfassung der Personen-ID durch Überwachungskameras
- sonstige Schweinereien, die mir gerade nicht einfallen
Als Selbsttest kann man sich ja selber die Daten an einem Tag so notieren. Tags darauf kann man diese Daten auf dem Wohnzimmerboden aufgereiht anschauen – bei Bedarf können diese Daten danach an die Hauswand gehängt werden. Wir haben doch nichts zu verbergen, oder?
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Mario H.
21 Jan, 2008
Vielen Dank für’s Teilnehmen. Deine Idee ist echt schön.
Wer nichts zu verbergen hat, soll doch in Zukunft nackt durch die Welt gehen, den Steuerbescheid veröffentlichen, ärztliche Angaben in die Zeitung setzen…
Wenn wir bedenken, worüber der Schäuble so laut nachdenkt, dann kann uns Angst und Bange werden: Gefährder abschießen, die Grenze zwischen Polizei und Geheimdienst aufheben, Bundestrojaner…
Da kann ich nur sagen: wehret den Anfängen. Und genau darum geht’s mir bei der Aktion.
Am Freitag haben wir (AK) eine Mahnwache hier in München veranstaltet, da habe ich mit einigen Passanten gesprochen – die waren echt baff, als die hörten, was es mit der VDS auf sich hat.