Petition gegen Radwegbenutzungspflicht

Macht Radfahren blöd? Anders kann ich mir die öffentliche Petition zur Abschaffung der Radwegbenutzungspflicht nicht erklären. Okay, die möchtegern Profiradfahrer mit T-COM-Outfit sind natürlich viel zu cool für den Radweg, aber es dient eigentlich zu ihrer Sicherheit. Haben die, ganz nach ihren Vorbilder, zu tief ins Dopingglas geschaut? Ich bin für Doping-Kontrollen an Radfahrer, die den Radweg meiden. Kann da einer eine Petition machen?


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  • hallo stanmtisch dumpfbacke!

    es geht um die abschaffung der radwegebenutzungspflicht,
    nicht um die abschaffung der radwege…

    … wer hat sich da wohl was weggedopt?

    schönen tag noch

  • Huiuiui, der Jan-Ulrich-Fanclub war schon da.
    Wie sieht’s denn eigentlich mit einer Nummernschild-Pflicht für Radfahrer aus? Dann könnten wir gerne auf die Radwegpflicht verzichten (wusste gar nicht dass es so etwas gibt, schließlich werden Radwege von Radfahrern konsequent ignortiert)

  • Der Unsinn greift um sich in Deutschland. Petition hier und dort. Jedes EgoZentrum kommt mit ihren ganz persönlichen Wunschkonzert an Wehwechen an und alle müssen sich danach richten. Und wenn es so geht dann halt per Petitionen und Verboten, Geboten …

    Radfahrer gehören auf den Radweg … beileibe nicht nur deren Sicherheit wegen, denn auch zur Erhöhung der Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer. Anders kann ich mir nur schwer vorstellen, wie auf Bundesstraßen (und Radwegen nebenan) nur an Sicherheit zu denken ist.

    Schade das es jene, genauso wie all die anderen mit ihren Petitionen, immer nur an sich selber denken.

  • Tut mir leid, Leute, ihr habt echt absolut keine Ahnung von Radsport. Null. Jede Wette, dass ihr Rennradfahrer, die mit Tempo 45 über die leere Landstraße fahren, im Abstand von 30cm überholt, hupt, das Fenster runterkurbelt und “DA VORN IST EIN RADWEG” brüllt. Im Stile des typischen CSU-Wählers.

  • Ach, erzähl mal, welches Wissen mir da entgangen ist? Warum fahren Radfahrer nicht auf Radwege? Da bin ich mal gespannt.

  • RadSPORTler, nicht RadFAHRER sagte ich. Wenn du 150km mit einem 30er Schnitt absolvieren willst, kannst du nicht Bordstein hoch – Bordstein runter wie Herr und Frau Speckbunker auf ihren Kettler Alurädern. Selbstverständlich fährt der Radsportler ohnehin nicht in der Innenstadt, sondern sucht sich verkehrsarme Trainingsgelände. Doch auch für Otto Normalverbraucher gelten meiner Meinung nach die Sicherheitsaspekte aus der Petition, welche aber offensichtlich andere Beweggründe verfolgt als die sportiven, die ich hier vertrete.

    Und glaube mir, dass ich schon hundertfach von rotgesichtigen Rentnern in ihrer Schrottkarre angepisst wurde, weil ich mitten in der Wallachei NICHT den Radweg sondern die menschenleere Landstraße verwende. Das ist das Allerletzte und lebensgefährlich – für mich, und nicht für den Proleten hinterm Steuer.

  • Und genau hier entlarvt Ihr Euch, Ihr Radsportler. Es geht Euch doch gar nicht um die Sicherheit auf den Radwegen, sondern darum, das Ihr Eure super teueren Magnesiumräder möglichst hochtourig ausfahren könnt. Klar stört einem da das ständige “Bordsteingegurke”. Dafür wurden ja die Radwege auch schließlich nicht gebaut.

    Bitte seid aber so ehrlich, das auch zu benennen und nicht ein auf Sicherheitsbedenken zu machen. Die Krönung in Eurer Begründung für die Petition ist ja der Schluss, wo Ihr Blinde und Kinder vorschiebt. Frei nach “Schäubel”. Der kommt nämlich auch immer mit Kinderpornographie wenn es an neue Verbote geht.

    Es ist schon heutzutage bedauerlich wie sich jeder Spartenverein mit genügend Egomanen sich in den Vordergrund drängt. Frei nach dem Motto, ich als erstes, nach mir die Sintflut und wenn alles nicht hilft, machen wir ´ne Petition. Dann müssen es alle anderen akzeptieren.

    Nehmen wir doch mal Eure Begründung für die Petition auseinander:
    A) … Seit Jahren zeigen Untersuchungen …
    wo sind diese? Wäre schön gewesen, wenn Ihr Eure Thesen auch untermauern könntet.

    B) … Es ist auch erwiesen, daß Radfahrer dann am sichersten sind …
    Auch hier gilt … wo ist der Beweis?

    C) … Besonders gefährlich sind rechtsabbiegende Lkw …
    tja da sag ich mal, es gibt einen Grundsatz in der Straßenverkehrsordnung, der da lautet, man möge doch immer mit den Fehlern anderer rechnen. Wenn ich mir aber die Vorfahrt erkämpfe kann ich schon mal unter die Räder kommen.

    D) …die Sicherheitsabstände zu parkenden Autos …
    auch gilt das gleiche wie im übrigen Straßenverkehr, eine der Situation angepasste Geschwindigkeit entschärft macherlei Situation

    E) … Am gefährlichsten sind Ausfahrten … … sind unübersichtlich … Fussgänger rechnen nicht mit schnellen Radfahrern …
    Vielleicht geht Ihr lieber in den Keller und baut Euch eine Modellbahnanlage, denn dort kann man die Welt so gestalten, wie sie einem gefällt. Anders kann ich mir die Sätze nicht erklären. Erstmal gilt hier der Fussgänger als schwächerer Verkehrsteilnehmer und er kann mit “schnellen Radfahrern” rechnen, muss es aber nicht. Hier seid eindeutig Ihr am falschen Platz, wenn ihr ein Rennen veranstalten wollt. Trefft Euch auf dem Nürburgring. Auch Ausfahrten sind was sie sind, Ausfahrten halt. Da müsst nicht nur Ihr Radfahrer aufpassen, sondern auch Fussgänger und auch Autofahrer. Wenn ich natürlich rüberbrettere und mir die Vorfahrt erkämpfe brauche ich hinterher nicht klagen. Rücksicht kommt besser.

    F) Und wenn alles nicht hilft, dann hole ich mir Hilfe von den arg gebeutelten, wie Blinde, Taube, Senioren und Kinder. Die müssen eh immer hinhalten, wenn es in der Sache nicht mehr weitergeht. Das ist so erbärmlich, da gibt es kaum noch eine Steigerung.

    So und nun habe ich mal einen Vorschlag für eine Petition. Alle Fahrräder bekommen einen Nummernschild. Alle Fahrräder werden so umgebaut oder nachgerüstet, das sie nicht schneller als 15 km/h fahren können. Alles darüber gefährdet Passanten und andere Straßenverkehrsteilnehmer. Wer ist dabei?

  • Wenn ihr so toll sportlich fahren wollt, dann baut euch doch Anlagen dafür. Die Formel 1 trainiert ja auch nicht auf deutschen Straßen.

  • Hier ist Hopfen und Malz verloren. Oder um es mit den Sternen zu sagen: wo hat das angefangen, was ist passiert, was hat euch bloß so ruiniert? Schönes Restleben noch.

  • Klar Sven, wenn man mit Argumenten nicht mehr weiterkommt, dann komt das verschmähte Kleinkind raus.

    Deine Worte: … wenn du 150 km mit einem 30er Schnitt absolvieren willst, kannst du nicht Bordstein hoch – Bordstein runter wie Herr und Frau Speckbunker auf ihren Kettler Alurädern … sondern sucht sich verkehrsarme Trainingsgelände … weil ich mitten in der Wallachei NICHT den Radweg sondern die menschenleere Landstraße verwende. Das ist das Allerletzte und lebensgefährlich – für mich, und nicht für den Proleten hinterm Steuer …

    Les doch bitte mal die Petition und deren Argumentation durch. Dort wird von Studien gesprochen, die belegen sollen das Radwege gefährlicher sind als die Benutzung der Straße. Wenn ich mir aber Deine Komentare und die der Unterzeichner der Petition ansehe, drängt sich aber sehr stark der Verdacht auf, das es im Grunde genommen gar nicht um Herr und Frau Speckbunker auf ihren Kettler Alurädern geht, sondern eben doch um die lilafarbende Gilde der Hochleistungsradtreter. Und genau aus dem Grund scheinst DU ja auch beleidigt zu sein, das sich die Mehrheit eben nicht an Deiner Idee erfreuen kann. Seid doch wenigsten so ehrlich das zu benennen, wenn Ihr etwas fordert und schiebt nicht immer Herr und Frau Speckbunker, Blinde, Kinder usw. vor. Auch das Argument mit der Sichertheit kommt nicht so ganz rüber.

    Vorschlag: Da Ihr ja eh in diversen Clubs beheimatet seid, mietet Euch doch einmal im Monat den Nürburgring. Da geht Ihr keinem auf die Ei… und könnt Gefahrlos und ohne rotgesichtige Rentnern in ihren Schrottkarren in die Pedale treten.

  • Nee, Uwe, nix Kleinkind – sondern keinen Bock auf die komplette Ignoranz, die hier herrscht. Absolut erschreckend, wie ihr über Radfahrer denkt. Bzw. Radsportler. Jedenfalls verstehe ich jetzt, wie der Hass der Auto- zustandekommt, wenn selbst in so einem selbsternannten Hort der Coolness wie der Blogosphäre die Sau durchs Dorftreiberei stattfindet. Auf der einen Seite huiii, ich bin Appleuser und Wiiztocker, und dann so ein Stammtischgelaber.

    Nun denn, so sei es. Wie sagte Diogenes: geh mir aus der Sonne.

  • Unabhängig von der Radweg-Diskussion.
    Kann mir einer der mitlesenden Radsportler evtl. erklären, warum ein Verkehrsteilnehmer, der 150km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 30km/h – bevorzugt auf Landstraßen – fährt, kein Nummernschild haben soll?

  • Hier geht’s ja ziemlich Fahrradfahrer-feindlich ab. Gestern am 1. Mai habe ich mein Fahrrad aus dem Keller geholt, von Spinnweben befreit und eine Radtour gemacht. Dabei vielen mir Radwege auf die lächerlich schmal sind, und gemeinsam mit den Fußgängern genutzt werden sollen.

    In den Städten hier gibt es wenig gescheite Radwege; wenn es überhaupt Radwege gibt. Sogar wenn der Platz da wäre bauen die Städte keine Fahrradspuren seitlich auf den Straßen. Radwege auf dem Gehweg sind wirklich dämlich.

    Nummernschild will ich keines an meinem Fahrrad. Wie die breiten Nummernschilder an Motorräder ein arger Windfang. Außerdem teurer bürokratischer Akt beim Landratsamt. Soviel Schaden kann ein Fahrrad gar nicht anrichten.

    Lemmings Logik dass man mit Radwegen sich Nummernschilder spart kann ich nur soweit folgen, dass er der Meinung ist alles was auf der Straße fährt muss polizeikenntlich erfasst werden. Also auch dreiradfahrende Kinder. Besonders die Kinder :-)

  • Und nur die Kinder!

    Nein, ich meine damit, dass ich gerne die Straße mit jemanden teile, der vom Unrechtbewusstsein auf gleicher Höhe agiert.

    Und das Landratsamt brauch man dafür gar nicht, da macht man es wie bei Mofaschildern. Man kauft die Versicherung(!) gleich mit dem Kennzeichen.

  • hier ist es nicht Fahrradfeindlich … es entspricht einfach nur der Realität …

    Fahrradwege sind aus guten Grund angelegt worden. Jetzt mit solch dämlichen Totschlag-Argumenten (sie wären nicht sicher) zu kommen ist absurd. Ich behaupte mal das ca. 90 Prozent aller Radfahrer um die 10 km/h fahren. Der Geschwindigkeitsunterschied zwischen einen Auto und einem Fahrrad auf der Landstraße beträgt demnach 90 km/h. Das ist sicherer?

    Ich habe selten so eine gequirlte Sch… gelesen. Klar wenn man so egozentrisch ist und allen anderen ständig vor den Latz knallen muss, dann natürlich schon. Aber wenn, dann bitte auch unter den gleichen Vorraussetzungen, nämlich mit amtl. Kennzeichen. Von mir aus für Kinderräder. Den ist es nicht so, das man gerade in der Innenstadt zusehen kann, wie sich so gut wie kein Radfahrer an irgendwelche Verkehrsregeln hält.

    Vielleicht hilft es ja auch mal, sich erstmal an die eigene Nase zu fassen bevor man anderen …

  • Die Sitzung im Petitionsausschuss am 18.02.2008 bot eine wahre Fundgrube an Einsichten in die Art, wie die radelnden Bürger und die Politiker miteinander reden – oder auch aneinander vorbeireden können.

    Es war auffallend, wie häufig die anwesenden Abgeordneten und der Petent einander misszuverstehen schienen. “Wollen Sie denn den Radfahrern als einzigen Verkehrsteilnehmern freistellen, wo sie fahren wollen?”, fragte eine Abgeordnete mit sanft bohrendem Unterton.

    “Was ist ein linksseitiger Radweg?”, fragte ein anderer Abgeordneter. Hier zeigt sich, dass man in der Politik im Zweifelsfall immer etwas schlichter und fasslicher argumentieren muss, als dies bei ausgepichten Kennern des Fachgebietes vorauszusetzen wäre. Die Abgeordneten sind wie wir alle, also Menschen, die man gezielt ansprechen, “pflegen und füttern” muss.

    Wir Radler müssen die anderen Menschen, die Noch-nicht-Radler, sozusagen bei der Hand nehmen und ihnen Verständnishürden aus dem Weg räumen.

    Immer wieder brachen in den Äußerungen der Bundestagsabgeordneten gewisse Vorbehalte gegenüber der Regeltreue der Radler durch. Verdrießliche Fragezeichen, missmutige Untertöne, Befremden und auch schlichte Unkenntnis waren manchmal herauszuhören. Diese “Gelb-Signale” geben Volkes Stimme wieder! Wir Radler müssen sie unbedingt aufnehmen, nutzen und eine positive Antwort darauf anbieten. Nur so gewinnen wir neue Verbündete!

    Für die materielle Ausgestaltung des Radverkehrsrechts war dies keine Sternstunde, eher glich es einer zähen Nachhilfestunde für die beteiligten Abgeordneten und uns Bürger. Staatssekretär Kasparick erwies sich als guter Kenner des Sachstandes und als kundiger Anwalt des Radverkehrs: ein idealer Bündnispartner! Er warb eigens für die mittlerweile errichtete “Fahrradakademie”, in der Stadtplanern und Behördenmitarbeitern Werkzeuge zur sinnvollen Gestaltung der Verkehrsflüsse an die Hand gegeben werden.

    Besonders ergiebig ist diese Sitzung im Petitionsausschuss für die Analyse der Kommunikation in der politischen Arena und für die unterschwellig mitverhandelten Vorbehalte gegenüber dem Fahrradverkehr überhaupt. Auch wer sich nicht für Fahrradpolitik interessiert, kann hier dank Internet wunderbar studieren, wie leicht Missverständnisse aufkommen und dann mühsam abgebaut werden.

    Den Fischen braucht man kein Wasser zu predigen. Die Noch-nicht-Radfahrer sind es, die wir umwerben müssen! Und zwar nicht durch die bekannten Klagelieder, sondern durch verführerische Lockrufe des Rades! Und dadurch, dass wir Freude am Fahrradfahren vorleben.

    Die rechtliche Ausgestaltung des Fahrradverkehrs ist nur ein Teilaspekt – wichtiger ist es im jetzigen Augenblick, die hervorragende Ausgangslage für den allseits gewünschten Ausbau des Fahrradverkehrs mit neuem Schwung zu nutzen. Der neue Frühling des Fahrrads kommt mit Macht, Kooperation statt Konfrontation ist angesagt.

    Johannes Hampel, Mitglied der ADFC-Stadteilgruppe in Gründung Friedrichshain-Kreuzberg. Gründungstermin: 13. März 2008, 19 Uhr, Max & Moritz, Oranienstraße 162

  • Nett geschrieben. Doch bleibt doch einfach auf dem Radweg, der extra für euch gebaut wurde. Auch die Profiradfahrer. Das ist doch schon alles, was die Noch-Nicht-Radfahrer wollen. Auch wenn dort Frau Speckschwarte und Hansi Klein dort sind. Die Autofahrer teilen sich ja auch die Straße mit den LKW und Motorräder. Nur die Radfahrer in ihrer Dopingkluft wollen nicht, obwohl wir für die extra was gebaut haben – also nehmt es an. Danke.

  • Warum sollen denn Radfahrer auf dem Radweg fahren? Doch nur, damit Autofahrer freie Fahrt haben. Die Radwege werden also nur gebaut, um einer Gruppe Vorteile zu verschaffen. Trotzdem erdreisten sich diese Autofahrer, den Radweggegnern Egoismus vorzuwerfen. Dabei sind ja selber Egoisten, schließlich wollen sie ja nur aus Gründen ihres ungestörten Fortkommens Radfahrer von der Straße verbannen.

    Aber so funktioniert Straßenverkehr in Deutschland nicht. Und das ist nicht nur meine Meinung, sondern das steht auch so im Gesetz. Laut StVO dürfen Radwege nur angelegt werden, wenn dadurch die Sicherheit der Radfahrer signifikant erhöht werden kann. Die Petition verdeutlicht aber, dass letzteres eine Illusion ist.

    Zu den einzelnen Behauptungen:
    “B) … Es ist auch erwiesen, daß Radfahrer dann am sichersten sind …
    Auch hier gilt … wo ist der Beweis?”

    Das folgt ja schon aus einfachen Überlegungen. Ein Radfahrer auf der Fahrbahn wird auf jedem Fall wahrgenommen. Und wenn jemand wahrgenommen wurde, dann kommt es auch nicht zum Unfall, es sei denn, einer der Verkehrsteilnehmer hat Mordabsichten oder so. Ein Radfahrer auf dem Radweg verschwindet aus dem Blickfeld und damit aus der Wahrnehmung.

    “C) … Besonders gefährlich sind rechtsabbiegende Lkw …
    tja da sag ich mal, es gibt einen Grundsatz in der Straßenverkehrsordnung, der da lautet, man möge doch immer mit den Fehlern anderer rechnen. Wenn ich mir aber die Vorfahrt erkämpfe kann ich schon mal unter die Räder kommen.”

    Achso? Radfahrer sollen also an jeder Kreuzung auf ihre Vorfahrt zu verzichten, nur damit Sie ungestört Autofahren können? Und Sie werfen anderen vor, Egoisten zu sein?

    “Anders kann ich mir die Sätze nicht erklären. Erstmal gilt hier der Fussgänger als schwächerer Verkehrsteilnehmer und er kann mit “schnellen Radfahrern” rechnen, muss es aber nicht. Hier seid eindeutig Ihr am falschen Platz, wenn ihr ein Rennen veranstalten wollt.”

    Auch ein 10 km/h fahrender Radfahrer kann u.U. schon viel zu schnell sein, wenn da Fußgänger unterwegs sind. Das hat mit Rennen fahren nichts zu tun. Warum sollen sich Verkehrsteilnehmer, die regelmäßig 30 km/h oder schneller fahren, also Radfahrer, mit Fußgängern rumschlagen müssen, nur damit Sie ungestört Auto fahren können? Was würden Sie denn sagen, wenn plötzlich Fußgänger auf jeder Fahrbahn rumlaufen und die Autofahrer zur Schrittgeschwindigkeit zwingen? Die Fahrbahnen sind für alle Fahrzeuge da, siehe StVO!

    “Ich behaupte mal das ca. 90 Prozent aller Radfahrer um die 10 km/h fahren. Der Geschwindigkeitsunterschied zwischen einen Auto und einem Fahrrad auf der Landstraße beträgt demnach 90 km/h. Das ist sicherer?”

    Es sollen ja nicht die Radwege abgeschafft werden. Die Leute, die 10 km/h fahren, werden auch weiterhin den Radweg benutzen. Der Einwand ist also völlig an den Haaren herbeigezogen. Hingegen ist es nicht einzusehen, warum ein Radfahrer, der 30 oder 40 km/h schnell ist, auf Sonderwege verbannt werden soll.

    “Aber wenn, dann bitte auch unter den gleichen Vorraussetzungen, nämlich mit amtl. Kennzeichen.”

    Meinetwegen, wenn Sie das glücklich macht.

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