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InApp-Beteiligung in der Kritik


Frank Stohl
@frankstohl
InApp-Beteiligung in der Kritik

Sony wird gerade wegen Crossplay bedrängt, bei Apple und Google geht es um die Beteiligung des App-Preises: Wie Netflix, Fortnite und Co. Apple und Google den Kampf ansagen. Dabei geht es nicht um die 30 Prozent für den App-Preis, sondern mehr um die In-App-Käufe mit ebenfalls 30 Prozent.

Vor zwei Jahren hat Appe bei den InApp-Abos schon nachgegeben: Apple lockert 30-Prozent-Gebühr im App Store. Ich denke mal bei den InApp-Käufen wird es bald ähnlich laufen.

Apple begründet ja die 30 Prozent mit den Server-Kosten und der Bewerbung und Bereitstellung einer App im App Store. Nun okay, aber bei den InApp-Käufen trifft das, wie beid en Abos, nur auf die Bearbeitung des Kaufes. Da könnten 15 Prozent erst auch mal reichen.

Denn was Netflix angeht, haben die ja den Stream mit dem Datenvolumen an der Backe und nicht Apple.

Schaut man sich die Verkäufe von der Gratis-App Fortnite von Epic Games, so kommen da ganz große Summen zustande: iOS-Spieler geben im ersten Monat 1 Mio. Dollar pro Tag aus (das war nach dem Start auf iOS vor 6 Monaten). Das bedeutet Apple verdient bei derzeit 30 Prozent ganze 300.000 US-Dollar am Tag. Macht 9 Millionen US-Dollar im Monat. Selbst bei Senkung auf 15 Prozent wären dies 4,5 Millionen US-Dollar im Monat für Apple bei einem Epic Games-Produkt, bei dem Apple nur die Abrechnung macht.

Epic Games verdient durch die Beteiligung von Apple statt 30 Millionen US-Dollar im Monat nur noch 21 Millionen US-Dollar.

Auf lange Sicht braucht es eine andere Lösung als eine einfache Senkung.

Epic Games hat bei Google die Chance genutzt, dem Play-Store auszuweichen, hat aber Probleme bei Sicherheit. Aber die Performance-Probleme der App auf den verschiedenen Android-Geräten ist gerade mehr im Fokus.

Ganz nebenbei: Als ich 1991 meine ersten Apps auf dem Amiga via Zeitschriften-Verlage verkaufte, bekam ich nur 15 Prozent und der Verlag behielt 85 Prozent für sich. Allerdings machten die auch eine schöne Schachtel mit gedruckter Anleitung, Diskette und Werbung in ihren Zeitschriften.

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