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Eingeimpft – ein Film über das Impfen

Ein Buch für wohlsituierte westliche Impfgegner.


Frank Stohl
@frankstohl
Eingeimpft – ein Film über das Impfen

Im Dokumentarfilm und Buch Eingeimpft untersucht David Sieveking die Pro- und Contra-Argumente, seine Kinder schon in einem frühen Alter gegen viele Krankheiten impfen zu lassen: Ein Buch für wohlsituierte westliche Impfgegner. Ganze vorneweg: es ist eine Dokumentation ohne Quellenangaben, auch nicht im Buch sind welche zu finden.

Das Buch erscheint vorab zum gleichnamigen Dokumentar-Kinofilm, der schon jetzt breite Aufmerksamkeit findet. Er wurde immerhin auch von öffentlich-rechtlichen Sendern gefördert, was ihm einen Glaubwürdigkeitsbonus verschafft und insofern nicht ohne Wirkung bleiben wird. Auf „Wirkung“ ist auch im Buch durchgängig alles angelegt. Leider jedoch nicht in dem Sinne, dass über die Sinnhaftigkeit und Sicherheit und die soziale wie medizinische Bedeutung von Impfungen aufgeklärt wird, sondern insofern, als es altbekannte unsinnige Ängste (Aluminium! Chemie! Autismus!) schürt.

Hier dann noch der Trailer zu der „Dokumentation“:

Impfen kurz zusammengefasst: es schützt schwache und kranke Menschen in der Gesellschaft. Derjenige der geimpft wird, hat daraus erstmal keinen Profit, abgesehen er wird selbst nicht krank. Beim impfen geht es darum Krankheiten durch Massenimmunität aufzuhalten oder gar auszurotten. Wenn da einzelne Helden nicht mitmachen, funktioniert es nicht und die Krankheit breitet sich dennoch aus und es sterben weiterhin unschuldige Menschen. Wer sich und sein Umfeld nicht impfend lässt, nimmt die Gefahr in Kauf, dass schwache Menschen sterben dürfen. Das schlimmste ist daran der Grund: weil das kindliche Ego eines anderen Mensch was meinte oder fühlte – quasi sterben für Blödsinn, eine ganz große Nummer. Für wohlsituierte westliche Impfgegner übersetzt: Das ist größer als dein SUV.

Nein, wir werden beim Impfen nicht vergiftet, nicht markiert um mit Raumschiffen entführt und nein, man wird auch nicht ein Superheld, leider.

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