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Die Strippenzieher wollen Geld mit der Bandbreite machen


Frank Stohl
Frank Stohl
@frankstohl
Die Strippenzieher wollen Geld mit der...

Scheinbar kostenloses Audio- und Video-Streaming verspricht das StreamOn-Produkt der Telekom Deutschland: Wie StreamOn kleine Inhalteanbieter ausschließt. Das Angebot geht gar nicht.

Das ist als ob Mercedes Autofahrer die bei Shell tanken auf der A8 keine Maut zahlen müssen, der Rest schon und Opel auf jeden Fall – bei jedes Bundesstraße ist es aber anders. Wo kommen wir da hin. Die Big-Player teilen sich den Markt auf, Telekom-Kunden hören zukünftig Musik bei Spotify und schauen nur Netflix. Wer schon ein Abo bei Amazon hat, sollte zu O2, es sei denn er hört Apple Music. Deezer gehört zu Vodafone, also wird wohl da bald gebündelt. Eine freie Wahl des Kunden ist in der freien Marktwirtschaft nicht kalkulierbar geworden. Abgesehen davon hat man so eine neue Einnahmequelle. Da dachte man bisher, die 24-Monats-Verträge sind in Sachen Daumenschrauben schlimm.

Wie sollen da neue Angebote entstehen? Nur weil die Aktionäre der Netzanbieter mehr Geld machen wollen?

Ich werde jeden aktiv Verachten, der dieses Angebot nutzt.

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