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Netzneutralität, Lena Meyer-Landei und die Telekom

Netzneutralität, Lena Meyer-Landei und die...

Die Sängerin Lena Meyer-Landrut äußert sich auf ihrer Facebook-Seite etwas naiv mit einem Statement als Werbung:

Hier die URL zum Facebook-Post – die Kommentare sind entsprechend.

So Leute. Jetzt was geiles: mit dem neuen #telekomyoung Tarif verbraucht ihr nicht mehr euer DatenVolumen beim Musik streamen !! Mega geil weil ich ohne Musik nicht kann und den ganzen Tag unterwegs hören kann 😍#jetztmagenta #werbung

Also mal liebend gerne auf die Netzneutralität pfeifen und lieber Musik hören. Nun, die die Bundesnetzagentur findet die moderne Wegelagerei auch nicht so schlimm: Bundesnetzagentur untersagt Details des „StreamOn“-Tarifs der Telekom . Es dabei um die Tatsache, dass im Paket „L“ Video gedrosselt wird auf DVD-Qualität und Audio nicht. So geht das nicht, wenn dann schon beides drosseln – gleiches Recht für alle. Frei nach dem Motto: Wegelagerer dürfen nie nur eine Tasche leeren, wenn dann alle. Gleichberechtigung sozusagen.

Aber zurück zur Lena, die macht also Dinge gerne, die gerade die Telekom anbietet, das ist sehr praktisch. Nur ist das Angebot halt nachhaltig blöd. Denn wir zerteilen gerade das Internet in etwas, das man nur noch als kaputt bezeichnen kann.

Wenn ich also nun bei der Telekom bin, dann höre ich Spotify ohne um das künstlich knapp gehaltene Datenvolumen zu bangen. Daten kosten nämlich eigentlich kein großes Geld, wenn man das Datenvolumen aber pro Monat limitiert, hat man schon ein Geschäftsmodell. Aber wenn man nun bei O2 ist, geht das mit Spotify nicht, denn die haben ja Vertrag mit der Telekom. Auch wird es eng wenn man Deezer hat, dann geht bei der Telekom gar nichts, denn Deezer ist bei Vodafone.

Aber was ist, wenn wir nun durch weitere Dienste die Komplexität erhöhen? Fotos bei O2 ohne Datenvolumen, jedoch nur mit Google Pictures. Jetzt noch Netflix und Amazon dazu und schon wird es recht kompliziert. Wer jetzt noch den Partner wechselt und mit neuer Familie und Kind eine Lösung sucht, der wird lange in den Tisch beißen.

An der einen Stelle mal 2-Jahres-Verträge, bei Musik vielleicht eine 3-Monate Bindung und bei Film nur 1 Monat Vertragslaufzeit. Da entstehen ja schon fast neue Berufszweige des Medienberaters. Denn wer schon bei Mobilfunkverträgen aufgibt, der braucht sich mit den neuen Daten-Abos gar nicht zu beschäftigen.

Was sagt das Lena nun dazu? Der ist es wohl egal, die Telekom hat ja schon bezahlt.

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Comments

  • sebid

    Stimme dir zu, dass diese Dienste Mist sind, aber eine kleine Korrektur: Apple Music ist bei der Telekom inkludiert. Schon von Anfang an.

    Die Lösung wäre einfach mehr oder unbegrenztes Datenvolumen.
    Eigentlich macht o2 es noch am besten mit ihren Free-Tarifen. Zwar auch auf ein paar GB begrenzt, aber danach drosselt man auf 1 MBit/s, so dass vieles einfach noch nutzbar bleibt.

    Nun müsste nur deren Netz besser werden…

    Leider alles traurig.

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