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Intel will nach dem Sterben helfen


Frank Stohl
@frankstohl
Intel will nach dem Sterben helfen

Mit der Technik von PasswordBox will Intel Security die eigenen Produkte verbessern: Intel kauft Passwort-Manager mit Totmannschalter. Ah ja – aber wozu?

Ein Alleinstellungsmerkmal der Software ist allerdings die Möglichkeit, zu bestimmen, was den Passwörtern nach dem eigenen Tod passiert. PasswordBox hatte diesen „Legacy Locker“ durch Übernahme einer gleichnamigen Firma in sein Angebot integriert.

Man kann seine Passwörter an einen Erben weiter geben oder löschen lassen – aber wozu brauche ich da eine Dienstleistung dazu? Man gibt den Erben den verschlüsselten USB-Stick. Im Testament steht dazu das Passwort für den USB-Stick (so kann vorher keiner gucken). Auf dem USB-Stick sind dann die Zugangsdaten für die Dienste. Aber das Thema Sterben 2.0 wurde neulich sehr gut in dem Podcast „Der Digitale Nachlass – Rechtsbelehrung Folge 19“ behandelt.

Kommen wir nun zum Thema „Totmannschalter“ bzw. Totmanneinrichtung. Dieser Begriff ist in diesem Zusammenhang etwas unpassend. Die Allwissende Müllhalde meint dazu:

Eine Totmanneinrichtung, auch Totmann, Totmannwarner, Totmannschalter, Totmannpedal oder Totmannknopf genannt, überprüft, ob ein Mensch anwesend und handlungsfähig ist, und löst andernfalls ein Signal oder eine Schalthandlung aus

Wobei „Erbe kommt mit Sterbeurkunde“ keine Überprüfung mit automatischer Reaktion ist. Auch wird der Begriff „Totmannschalter“ eher dazu verwendet, Maschinenbediener im Fehlerfall zu retten.

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